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Montag, 10. Dezember 2018

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Lexikon wichtiger Begriffe zum Thema Schlafapnoe
mit freundlicher Genehmigung der Firma Hoffrichter übernommen

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SIDS

Abkürzung für Sudden Infant Death Syndrome

Plötzlicher Kindstod

Mit diesen Begriffen ist immer ein unerklärbarer Todesfall eines Kindes während des ersten Lebensjahres gemeint.

Schalldämmung

siehe Geräuschdämmung

Scheinleistung

Einheit VA, Produkt aus Strom I und Spannung U und damit die scheinbar von einem Gerät aufgenommene Leistung. An einem Verbraucher wird nur Wirkleistung in nutzbare Energie umgesetzt.

Ein Teil der Scheinleistung ist lediglich Blindleistung, die von einem Gerät aufgenommen und wie von einem kleinen "Mini-Kraftwerk" wieder ins Energienetz zurückgeliefert wird. Blindleistung verursacht zwar einen nicht unerheblichen Stromfluss durch Leitungen und Geräte, muss aber von einem Stromkunden nicht bezahlt werden. Das Entstehen von Blindströmen geht einzig und allein auf die Eigenschaften des in Deutschland existierenden Wechselstromnetzes zurück.

Schlaf

Erholungs- und Erneuerungsperiode für den gesamten Organismus

Ein erholsamer, gesunder Schlaf gliedert sich in verschiedene Phasen:
  • Wachphase
  • Einschlafphase
  • REM-Phase (Rapid Eye Movement, Traumphase)
  • Leichtschlafphase
  • Tiefschlafphase
Während eines gesunden Schlafes werden diese Phasen mehrmals in einer Nacht durchlaufen. Dieser Ablauf ist für die nächtliche Erholung unbedingt notwendig. Wird er nachhaltig gestört, führt dieses zu ernsten körperlichen und seelischen Komplikationen.

Schlafapnoe

Apnoe während der Schlafphase

zu Apnoe

Schnarchen

Rhythmisches strömungsbedingtes Zusammenziehen der oberen weichen Atemwege im Rachenbereich

Im Rachenbereich bestehen die Atemwege aus weichem Gewebe. Zwischen Zungengrund und hinterem weichen Gaumen gibt es eine Engstelle, in der die Luft schon bei normaler Atmung mit Spitzengeschwindigkeiten von 80 km/h strömt.
Je schneller Luft strömt, desto kleiner ist der Luftdruck. Das soll an einem anschaulichen Beispiel demonstriert werden:

Jeder kennt es, dass auf der Straße der Abstand zwischen Autos mit zunehmender Geschwindigkeit steigt. Dadurch sinkt natürlich die Gewichtsbelastung pro Meter Fahrbahn ab. Auch Luftmoleküle vergrößern ihren Abstand zueinander, je schneller die Luft strömt und dadurch sinkt der Luftdruck gegen die Wandungen der Atemwege.
Zusätzlich können Druckverluste beim Einströmen der Luft in Nase oder Mund entstehen. Auch dadurch ist der Luftdruck gleich hinter der Einströmstelle geringer als der atmosphärische Luftdruck im Schlafzimmer. Im Rachen wird ein strömungsbedingtes Vakuum erzeugt und die Wände der engsten Stelle des Atemweges, dort wo die Geschwindigkeit am größten ist, klatschen zusammen. Die Strömung stockt abrupt.
Dadurch verschwindet der strömungsbedingte Unterdruck im Rachen und die Wände des kollabierten Atemweges gehen sofort wieder in ihre Normalposition. Jetzt kann die Strömung neu einsetzen, aber nur bis der Atemweg bei genügend starker Strömung erneut kollabiert. Das geschieht in jeder Sekunde mehr als 20 mal und erzeugt das bekannte Schnarchgeräusch.
Das Gaumensegel ist an der Entstehung des Schnarchens vollkommen unschuldig, wird aber vom Schnarchvorgang stark in Mitleidenschaft gezogen. Es kann allerdings anschwellen und die Atmung zusätzlich behindern.

Selbsthilfegruppen Schlaftherapie

Freiwilliger Zusammenschluss von Menschen, die sich durch ihr Leiden an obstruktiver Schlafapnoe verbunden fühlen und durch aktive Selbsthilfe gegenseitig helfen.

Ziel der Selbsthilfegruppen ist die individuelle Hilfe aber auch die Stärkung des Problembewusstseins in der Öffentlichkeit. Hierzu suchen Selbsthilfegruppen auch Kontakte zur Industrie, zu Fachverbänden und gesellschaftlichen Organisationen.
Da staatliche Hilfe auf Grund von bürokratischen Hemmnissen und langwierigen Feststellungsprozessen in der Regel zu spät kommt, üben Selbsthilfegruppen die schnelle und aktive Selbsthilfe, ohne professionelle Ausbildung und ohne staatliche Förderung oder Unterstützung.

Selbstregulierendes CPAP

siehe Auto-Adjust-Geräte

Sinuszyklus

Sinusförmiger Verlauf einer zeitlich veränderlichen physikalischen Größe. Durch Angabe von Frequenz und Amplitude ist eine Sinusschwingung vollständig definiert.

Die sinusförmige Veränderung einer physikalischen Größe wie z. B. Spannung, Strom, Druck und Flow nennt man auch harmonische Schwingung. Alle schwingfähigen linearen Systeme haben die Eigenschaft, harmonisch und damit sinusförmig auszuschwingen, auch wenn sie vorher mit einer anderen Schwingungsform, z. B. mit Rechteckimpulsen erregt wurden. Die Sinusschwingung ist allen natürlichen Systemen eigen, da sie den geringsten Energieaufwand erfordert. Auch der Verlauf des Atemflow wird immer sinusförmiger, je größer die Atemfrequenz wird, weil dabei der Energieaufwand zum Lufttransport am geringsten ist.

Ein sinusförmiger Signalverlauf eignet sich in der Technik sehr gut als Testsignal, da der zeitliche Verlauf durch Angabe von Frequenz und Amplitude eindeutig bestimmt ist. So ist auch festgelegt, dass der Druck-Volumen-Verlauf eines CPAP mit Hilfe einer sinusförmigen Schwingung ermittelt werden muss.
Jede beliebige Schwingung und jeder beliebige Atemsignalverlauf kann mit Hilfe der Fouriertransformation als Summe von Sinusschwingungen dargestellt werden. Die dabei ermittelten Frequenzen können dann in Form eines Frequenzspektrums dargestellt werden.

Softstart

siehe Einschlaframpe

Spectaris

Erstmals am 16. März 1999 in Köln unter dem Namen "Respiratorische Heimtherapie" gegründete Fachgruppe der Industrie im "Verband der feinmechanischen und optischen Industrie".

Ziel der Fachgruppe ist es, die Kommunikation im komplexen Beziehungsgeflecht zwischen Patienten, Ärzten, Kostenträgern und Herstellern zu fördern.
Mitglieder der Fachgruppe sind Vertreter von Geräteherstellern, Vertriebsunternehmen und wissenschaftlichen Institutionen, die auf dem Gebiet der Respiratorischen Heimtherapie tätig sind.

Spektrum

siehe Frequenzspektrum

Sprungantwort

Übergangsfunktion eines Systems nach Einwirken einer Einheits-Sprungfunktion

Die Testdurchführung ist verblüffend einfach und liefert promte Ergebnisse mit hoher Aussagekraft. Höchst populär wurde der Sprungantwort-Test bei der Testung der der A-Klasse von Mercedes, wo er als "Elchtest" in die Technikgeschichte eingegangen ist und die Fahrwerksprobleme eindrucksvoll vorgeführt hat.

Die Testmethode ist recht einfach. Man ändert sprungartig eine Einflussgröße und beobachtet die Auswirkungen. Beim Elchtest wurde sprungartig der Lenkradeinschlag geändert, mit der Auswirkung, dass das Fahrzeug umkippte.
Bei einem CPAP kann man im eingeregelten Zustand, wenn beispielsweise 10 hPa Druck an eine 4 mm Normdüse abgegeben werden, den Flow um 1 l/s erhöhen, indem man schlagartig eine weitere Düse mit passendem Durchmesser öffnet. Bei diesem Test reagieren die Geräte sehr unterschiedlich.

Ungeregelte Geräte reduzieren sofort den Therapiedruck je nach Fabrikat sogar um bis zu 2,5 hPa und liefern fortan nur diesen reduzierten Druck. Besonders eindrucksvoll ist das Ergebnis, wenn das CPAP zusammen mit einem externen Befeuchter getestet wird.
Der bleibende Druckrückgang ist zahlenmäßig identisch mit dem Innenwiderstand. Wenn der Druckrückgang bei einem 1 l/s-Sprung 0,88 hPa beträgt, dann ist auch der Druckstabilitätsbeiwert 0,88 hPa/ (l/s). Siehe auch unter Druck-Volumen-Verlauf.

Geregelte Geräte reduzieren zunächst ebenfalls den Druck, lassen ihn aber sogleich wieder auf den ursprünglichen Wert ansteigen. Geregelte Geräte unterscheiden sich sowohl in der Größe des Druckrückgangs als auch in der Zeitdauer für den Druckausgleich. Die Ausgleichsgeschwindigkeit qualitativ hochwertiger Geräte erreicht Werte von 20 hPa/s.

Stand-by-Betrieb

Bereitschaftszustand eines Gerätes

Im Stand-by-Betrieb ist die Hauptfunktion eines Gerätes ausgeschaltet. Einige Nebenfunktionen bleiben aber weiterhin in Betrieb, um eine möglichst einfache beispielsweise auch automatische oder ferngesteuerte Wiederinbetriebsetzung der Hauptfunktion ermöglichen zu können.
Die Leistungsaufnahme von Geräten im Stand-by-Betrieb liegt im Bereich von 1 bis 5 Watt.

Der Stand-by-Betrieb wurde erfunden, um die störanfälligen mechanischen Schalter ablösen zu können. Ein Anwender sollte selbst entscheiden, ob er den störungsfreien Stand-by-Betrieb benutzt, dafür pro Gerät im Jahr etwa einen Euro bezahlt, oder ob er Energiekosten sparen will und sich dafür dem Risiko aussetzt, dass der Gerätehauptschalter vorzeitig ausfällt. Neben den Umständen, die eine derartige Störung verursacht, entsteht ein hoher Fahraufwand des Servicetechnikers.
Zahlreiche Beiträge in den Medien suggerieren, dass der Stand-by-Betrieb aller Geräte den Geldbeutel extrem belasten kann und dass man die Geräte deshalb möglichst immer nur mit dem Hauptschalter ausschalten und nicht den Stand-by-Betrieb benutzen soll. Zum Beweis werden Berechnungsformeln verwendet, die aus der Zeit vor etwa 100 Jahren stammen, als es in Deutschland noch Gleichstromnetze gab.
Selbst wenn man alle in einem Haushalt befindlichen Geräte in den Stand-by-Betrieb schaltet, dreht sich der Elektrizitätszähler nicht oder extrem langsam, obwohl dabei ein recht hoher Strom fließen kann. Dieser Blindstrom fließt jedoch ohne verbraucht zu werden wieder ins Versorgungsnetz zurück und wird vom Energieversorger nicht berechnet. Das ist eine Eigenart unserer heutigen Wechselspannungsnetze.

Start-Stopp-Automatik

Komfortfunktion, automatisches ein- und ausschalten des Gebläses eines CPAP-Gerätes durch den Atemvorganges.

Das Gebläse wird nach Aufsetzten der Maske durch den ersten Atemzug automatisch gestartet, ohne dass irgendein Schalter betätigt werden muss. Das Gebläse schaltet sich automatisch nach einer Verzögerungszeit aus, sobald die Maske wieder abgelegt wird.

Eine Start-Stopp-Automatik erfordert einen Stand-By-Modus des Gerätes. Eine im Gerät vorhandene Leckagewarnung wird nach Aktivierung einer Start-Stopp-Automatik eventuell unterdrückt, denn das Abnehmen der Maske kommt einer Leckage gleich und führt dann nicht mehr zum Alarm, sondern zum automatischen Ausschalten des Gerätes.

Strömungsverlust

siehe Druckverlust

Strömungswiderstand

eine von Körpern (Strömungshindernisse) ausgehende Kraft, die eine Strömung behindert

Man unterscheidet laminare Strömungswiderstände (Reibungswiderstände) und turbulente Widerstände. Laminare Widerstände sind enge Röhren und Siebe, beispielsweise auch Filterfliese. An diesen Widerständen wird Strömungsenergie durch Reibung in Wärme umgewandelt.

Turbulente Widerstände sind gekennzeichnet durch das Entstehen von Luftwirbeln, wobei die Strömungsenergie in die Rotationsenergie zahlreicher Wirbel übergeht. Wirbel behindern eine Strömung ebenfalls und sind deshalb Strömungshindernisse. Da ein Wirbel seine Energie an einem anderen Ort oder zu einer anderen Zeit wieder an die Strömung zurückgeben kann, ist die Energie eines Wirbels eine sogenannte Blindenergie.