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Samstag, 18. November 2017

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Selbsthilfearbeit

Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen sind freiwillige Zusammenschlüsse von Menschen auf örtlicher/regionaler Ebene, deren Aktivitäten sich auf die gemeinsame Bewältigung von Krankheiten und/oder psychischen Problemen richten, von denen sie - entweder selbst oder als Angehörige - betroffen sind. In der regelmäßigen, meist wöchentlichen Gruppenarbeit betonen sie Gleichstellung, gemeinsames Gespräch und gegenseitige Hilfe. Die Ziele von Selbsthilfegruppen richten sich vor allem auf ihre Mitglieder. Darin unterscheiden sie sich von anderen Formen des Bürgerengagements. Selbsthilfegruppen werden nicht von professionellen Helfern (z.B. Ärzten, Therapeuten, anderen Medizin- oder Sozialberufen) geleitet; manche ziehen jedoch gelegentlich Experten zu bestimmten Fragestellungen hinzu.

Der Gesetzgeber hat seit 2000 die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, Fördermöglichkeiten für Selbsthilfegruppen, Selbsthilfeorganisationen und - kontaktstellen erheblich zu verbessern. In Kooperation mit Vertretern der Selbsthilfe haben sich die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenversicherung auf eine allgemeine Definition von Selbsthilfeelementen in ihren gemeinsamen und einheitlichen Grundsätzen vom März 2000 geeinigt. Sie begründet finanzielle Förderung pro Versicherten.

Selbsthilfeorganisationen

Vielfach haben sich Selbsthilfegruppen in Selbsthilfeorganisaionen (Verbänden) zusammengeschlossen. Hierbei handelt es sich um Organisationen mit überregionaler Interessenvertretung, meist größeren Mitgliederzahlen, formalisierten Arbeits- und Verwaltungsabläufen, bestimmten Rechtformen (zumeist eingetragener Verein), stärkeren Kontakten zu professionellen Systemen (z.B. Behörden, Sozialleistungsträgern, Trägern der freien Wohlfahrtspflege, Leistungserbringern im Gesundheitswesen). Als Aufgaben der Selbsthilfeorganisationen sind zum Beispiel zu nennen: Interessenvertretung im gesundheits- und sozialpolitischen Bereich, Herausgabe von Medien zur Information und Unterstützung der Betroffenen sowie der ihnen angeschlossenen Selbsthilfegruppen und -organsationen, Durchführung von Kongressen. Dabei ist hervorzuheben, das die Selbsthilfeorgansationen nicht nur für die eigenen Mitglieder, sondern weit über den Mitgliederbestand hinaus Beratungs- und Informationsleistungen erbringen. Selbsthilfeorganisationen gliedern ich im Allgemeinen auf Bundes-, Landes- und Ortsebene.

Selbsthilfekontaktstellen sind örtliche oder regional arbeitende professionelle Beratungseinrichtungen mit hauptamtlichem Personal. Träger sind in der Regel Verein, Kommunen oder Wohlfahrtsverbände. Sie stellen Themen bzw. indikationsübergreifende Dienstleistungsangebote bereit, die auf die Unterstützung und Stabilisierung von Selbsthilfeaktivitäten abzielen.

Träger der Kontaktstelle KISS in Hamburg ist der Paritätische Wohnfahrtsverband Hamburg e.V. KISS wird von der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (BSG) und den gesetzlichen Krankenkassen/ -verbänden gefördert.